23.Jan.:
Zu Jahresbeginn fanden in der Sportschule Schöneck in Karlsruhe die Badischen Jugendeinzelmeisterschaften im Schach statt. Auch der Paimarer Schachclub hatte hier zwei heiße Eisen im Feuer. Durch ihre errungenen Meisterschaften im Schachbezirk Odenwald hatten sich sowohl Max van gen Hassend (U20), wie auch Matthias Becker (U18) für das einwöchige Turnier qualifiziert. Und die beiden Paimarer Nachwuchsspieler, die sich in den beiden vergangenen Jahren zu echten Spitzenspielern etabliert haben, konnten diese Entwicklung bei diesem Turnier eindrucksvoll unterstreichen. Max van gen Hassend trotzte dem Titelfavoriten Gregor Haag vom SC Brombach in der dritten Runde ein viel beachtetes Remis ab. Dies war sehr hoch einzuschätzen, da der spätere Turniersieger rund 200 Wertungspunkte mehr zu bieten hatte als der Paimarer. Die Entscheidung im Titelkampf fiel dann in der fünften Runde als Max van gen Hassend gegen den fast 300 Wertungspunkte schwächeren Tobias Wiegert vom SK Appenweier überraschend verlor und sich am Ende mit der Vizemeisterschaft begnügen musste. Der Werbacher haderte zwar einige Zeit wegen dieser vertanen Siegchance, doch der zweitbeste U20-Spieler aus ganz Baden zu sein, sollte auch ihnin nächster Zeit äußerst zufrieden stimmen. Noch besser als bei seinem Teamkollegen lief es für Matthias Becker. Er zeigte sich genau auf den Punkt in bestechender Form und bezwang in der dritten Runde Titelfavorit Veaceslav Cofman von den Karlsruher SF. Dieser hatte mit 2104 DWZ genau 150 Wertungspunkte mehr als Matthias Becker. Und als der Paimarer in Runde fünf mit Ocampo Ospina (ebenfalls Karlsruher SF) einen weiteren Titelanwärter in die Schranken wies, war die kleine Sensation perfekt. Matthias Becker konnte seine sämtlichen sieben Partien gewinnen und wurde am Ende mit einem deutlichen Zwei-Punkte-Vorsprung vor den beiden Karlsruher Kontrahenten Badischer Meister bei der U18. Durch diesen Coup hat sich der 16-jährige aus Kleinheubach für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die in der Pfingstwoche stattfindet. Und man darf jetzt schon darauf gespannt sein, wie er sich in dieser illustren Gesellschaft schlagen wird.
20.Nov.:Spannend bis zur allerletzten Minute verlief das 13. Heinz-Kuhn-Gedächtnisturnier, welches vom Paimarer Schachclub ausgetragen wurde. René Ciak, Titelverteidiger und einer der ganz heißen Titelanwärter, hatte es bereits in der ersten Runde böse erwischt. Er musste sich nämlich dem Vereinsvorsitzenden Hubert Segeritz geschlagen geben. Noch schlimmer erging es an diesem Abend einem weiteren Titelkandidaten. Max van gen Hassend musste nach einem mißlungenen Start schnell alle Titelhoffnungen begraben. Die Vorentsscheidung erwartete man in der vorletzten Runde, als die bis dahin alles gewinnenden Mitfavoriten Peter Martin und Matthias Becker im direkten Vergleich aufeinander trafen. Der amtierende Vereinsmeister Matthias Becker konnte dieses Duell zu seinen Gunsten entscheiden und ging mit zwei Zählern Vorsprung in die letzte Runde. Erster Verfolger von ihm war plötzlich Arno Bieger, der lediglich gegen Ralph Becker ein Remis abgegeben hatte und ansonsten auch noch ohne jede Niederlage blieb. Bieger zählt zwar immer zum erweiterten Kreis der Titelanwärter, doch sein letzter Turniersieg liegt nun doch schon einige Zeit zurück. Doch an diesem Abend sorgte er wieder einmal für Furore. Arno Bieger gewann die Spitzenbegegnung mit Matthias Becker und sicherte sich damit erstmals den Sieg bei einem Heinz-Kuhn-Gedächtnisturnier. Für den unterlegenen Matthias Becker reichte es aber dennoch zum gemeinsamen zweiten Platz mit Peter Martin. Die Tabelle: 1. Arno Bieger (13 Punkte), 2. Matthias Becker und Peter Martin (12), 4. Karl Kuhn (10), 5. René Ciak und Joachim Hügel (9), 7. Ralph Becker (8), 8. Heribert Lindner (7), 9. Michael Gantert, Paul Keppner, Johannes Schwarz, Gerhard Müllner und Hubert Segeritz (alle 6),14. Holger Kuhn (4) vor weiteren Teilnehmern mit einer geringeren Punktezahl.
In der zweiten Verbandsrunde musste Aufsteiger Paimar 1 beim Top-Favoriten der Landesliga, bei Verbandsligaabsteiger Mosbach 1 antreten. und obwohl die Mosbacher an allen acht Brettern nach Wertungszahlen klar dominierten, entwickelte sich ein ganz knappes Spielgeschehen. Wie hart jede einzelne Partie umkämpft war, sieht man auch daran, dass keine einzige Partie mit einem Remis endete. Der Außenseiter aus Paimar schlug sich bravourös und holte sich am Ende ein hochverdientes 4:4 Unentschieden. Für die Paimarer Punkte sorgten Max van gen Hassend, Peter Martin, Karl Kuhn und Ralph Becker. Matthias Becker, René Ciak, Dr. Andreas Gabel sowie Arno Bieger mussten sich am Ende knapp ihren starken Gegnern geschlagen gaben. Somit hat Paimar 1 nach dem Auftaktsieg gegen Dielheim jetzt schon vier Zähler auf seinem Konto und erwartet am jetzigen Sonntag das Team von Neckargemünd 1. Parallel spielte in Mosbach auch Paimars Zweite gegen Mosbach 3. Hier ließen die Spieler um Kapitän Holger Kuhn gar keine Zweifel aufkommen und gewannen deutlich mit 6:0. Holger Kuhn, Michael Gantert, Hubert Segeritz, Uwe Zschommler, Paul Keppner und Christian Gabriel zeigten sich für diesen Kantersieg verantwortlich. Paimar 2 besitzt nun in der Bezirksklasse Odenwald ebenfalls vier Zähler und erwartet am 27.11. den Spitzenreiter Walldürn 1.
08.Nov.:Bereits zum 13. Mal lädt der Paimarer Schachclub alle Freunde des königlichen Spieles zum Heinz-Kuhn-Gedächtnisturnier ein. Neben den Schachfreunden aus den benachbarten Vereinen sind hier auch alle vereinslose Interessenten willkommen, die einmal das Turnierschach kennen lernen wollen. Für diese Spieler ist der Turniermodus wie gemacht. Gespielt werden an diesem Abend fünf Partien nach Schweizer System, wobei jeder Spieler pro Partie 15 Minuten Bedenkzeit erhält. Obwohl dieses Turnier schon zwölf Mal ausgetragen wurde, haben es bislang lediglich fünf Spieler auf das Ehrenschild geschafft. Peter Martin (6 Mal) und Torsten Klar (3 Mal) waren dabei am erfolgreichsten. Als Titelverteidiger geht René Ciak an den Start, der im Vorjahr erstmals dieses Turnier gewinnen konnte. Gespielt wird am jetzigen Freitag im Paimarer Schulhaus. Anmeldeschluss ist an diesem Abend um 20.15 Uhr, Startgeld wird keines erhoben.
10.OKT.:Zum Auftakt der neuen Saison empfing der Paimarer Schachclub die erste Mannschaft von Dielheim. Beide Teams sind gerade in die Landesliga aufgestiegen und wollten mit einem erfolgreichen Einstieg einen ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt unternehmen. Ganz auf Sicherheit abgestimmt war die Partie zwischen Karl Kuhn und seinem Dielheimer Kontrahenten, die dann auch folgerichtig mit einer Punkteteilung endete. Stellungsvorteile und ein Bauerngewinn brachten Ralph Becker auf die Siegerstraße. Er musste das Endspiel allerdings sehr genau führen um die Paimarer Führung zu besorgen. Mit einem Figurenopfer und einer dafür sehr erfolgversprechenden Initiative versuchte Torsten Klar seine Siegesserie, die inzwischen seit Anfang 2008 anhält, fortzusetzen. Letztlich schlugen aber alle Gewinnversuche fehl, jedoch sicherte er seinem Team ein weiteres wichtiges Remis. Sehr gut ins Spiel gelangte Dr. Andreas Gabel und gewann auch einen Bauern. Doch die Umsetzung des Vorteils erwies sich dann doch schwieriger als erhofft, so dass auch diese Partie mit einem Unentschieden endete. Eine gewohnt starke Leistung lieferte Max van gen Hassend an diesem Tag ab. Am dritten Brett holte er sich damit ein verdientes Remis, wonach es 3:2 für Paimar stand. Highlife herrschte natürlich wieder einmal am zweiten Brett, wo in dieser Saison René Ciak sein Schachspiel zelebriert. Als beide Kontrahenten in höchster Zeitnotphase handeln mussten, packte der Schönfelder wieder einmal einen unglaublichen Zug aus. Die staunenden Zuschauer merkten kurz darauf, dass es für seinen Gegenspieler kein Entrinnen mehr aus dem Mattnetz gab und Paimar jetzt mit 4:2 die halbe Miete eingefahren hatte. Zwei gesunde Mehrbauern besaß in der Zwischenzeit Arno Bieger. Nach einer kurzen Schrecksekunde spielte der Paimarer seine ganze Cleverniss aus und stellte mit seinem Sieg auch den Mannschaftserfolg sicher. Jetzt lief nur noch die Partie am Spitzenbrett, wo Matthias Becker gegen den wertungsstärksten Dielheimer anzutreten hatte und die Partie völlig ausgeglichen gestaltete. Im Endspiel Springer gegen Läufer konnte der Dielheimer jedoch den kleinen Vorteil zum einzigen vollen Gästepunkt an diesem Tag ummünzen. Mit diesem 5:3 Erfolg setzte sich der Aufsteiger aus Paimar erst einmal an Rang drei. In der zweiten Runde, am 6. November, tritt Paimar 1 beim Top-Favoriten Mosbach 1 an. Kurioserweise steht der erwartete Überflieger nach einer deftigen Auftaktniederlage aber derzeit am Tabellenende der Landesliga.In der Bezirksklasse ging Paimar 2 favorisiert in das Treffen mit Bad Mergentheim 4. Da aber die dritte Mannschaft der Kurstädter an diesem Tag nicht antreten konnte, waren die Paimarer Gäste unerwartet stark aufgestellt. Paul Keppner und Matthias Rüttling mussten sich gegen ihre jugendlichen Kontrahenten zwar mächtig ins Zeug legen, konnten am Ende aber beide volle Zähler für ihr Team verbuchen. Michael Gantert geriet anfangs etwas ins Hintertreffen, sicherte sich aber genau wie Walter Hirsch am Ende eine verdiente Punkteteilung. Die Bemühungen von Holger Kuhn am Spitzenbrett und von Uwe Zschommler wurden an diesem Tag nicht von Erfolg gekrönt, beide verloren ihre Begegnung. Am Ende stand somit ein 3:3 Unentschieden, das sich die Gäste vollauf verdient hatten. In der zweiten Runde zieht es Paimar 2 ebenfalls nach Mosbach, zu deren Dritten.
13.Sept.:Sehr gut besucht war die Jahreshauptversammlung des Paimarer Schachclubs. Diesmal konnte man es sich schon vor der Sitzung gut gehen lassen, denn auf die Mitglieder wartete ein Festbankett anlässlich der errungenen Bereichsligameisterschaft der Paimarer ersten Mannschaft. Nach den Begrüßungsworten durch den ersten Vorsitzenden Hubert Segeritz wurde die Finanzsituation des Vereines hinterleuchtet. Diesmal hatte man zwar ein sattes Minus zu beklagen, das aber hauptsächlich aus den Anschaffungen von elektronischen Uhren herrührte. Trotzdem wurden sowohl dem Kassenwart wie auch der gesamten Vorstandschaft einstimmig die Entlastung erteilt. Nicht so schnell wie gewohnt konnten diesmal die Neuwahlen durchgezogen werden. Der Grund hierfür war, dass der 2. Vorsitzende Matthias Rüttling nach 14-jähriger Amtstätigkeit sich nicht mehr für diesen Posten zur Verfügung stellte. Er vertrat schon seit längerem die Meinung, dass eine Blutauffrischung in der Vorstandschaft dem Verein gut tun würde. Und tatsächlich fand sich mit dem 20-jährigen Michael Gantert aus Sachsenflur ein geeigneter Kandidat, der dann auch einstimmig in das Amt des 2. Vorsitzenden gewählt wurde. Ohne Gegenstimme verlief auch die Wahl des 1. Vorsitzenden, bei der Hubert Segeritz inzwischen schon zum zehnten Male mit der Führung des Vereins betraut wurde. Ebenfalls zum 10. Mal wurde Holger Kuhn als Schriftführer in die Vorstandschaft berufen, während das Urgestein Karl Kuhn auch im 37. Jahr als Kassenwart gewählt wurde. Danach berichtete Holger Kuhn zuerst vom guten Abschneiden der zweiten Mannschaft, anschließend beleuchtete er noch einmal die vereinsinternen Turniere. Hier erwies sich Max van gen Hassend als der große Abräumer der letzten Saison. Mit vier Titelgewinnen war der Jugendspieler aus Werbach erfolgreichster Paimarer Turnierspieler. Zwei erste Plätze konnte Matthias Becker, ebenfalls ein Nachwuchsspieler, erringen. Weitere Preise gingen an Peter Martin, René Ciak, Paul Keppner, Max Muthig, Arno Bieger, Holger Kuhn und Karl Kuhn. Dann kam endlich der eigentliche Höhepunkt dieses Abends, die Siegerehrung der ersten Mannschaft für die errungene Bereichsligameisterschaft. Dies gelang dem Dorfverein nach 1985/86 und 2005/06 nun zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte. Am Saisonende besaß man vier Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Dielheim 1, mit dem man zusammen den Gang in die Landesliga antritt. Ein Grund für den Erfolg dürfte die Aufstellungsänderung innerhalb der Mannschaft gewesen sein. René Ciak agierte erstmals am Spitzenbrett, wo er sich äußerst erfolgreich schlug. Außerdem schenkte man den beiden Jugendspielern Max van gen Hassend und Matthias Becker erheblich Vertrauen und setzte sie auf Brett drei und vier. Und sie zahlten diesen Vertrauensvorschuss mit tadellosen Leistungen zurück. Wichtig war auch, dass die bei Bedarf aushelfenden Spieler Torsten Klar, Philipp Segeritz, Holger Kuhn und Günter Preis ihren Mann standen und keine einzige Partie verloren. Insgesamt kamen in dieser Saison zwölf Spieler zum Einsatz, von denen jeder einzelne vom Vorsitzenden als Erinnerung an diesen Erfolg einen Pokal überreicht bekam. Danach folgten noch weitere Ehrungen. Vom Badischen Schachverband bekamen Walter Hirsch und Peter Martin die silberne Treuenadel für 25-jährige Mitgliedschaft überreicht, Karl Kuhn wurde mit der goldenen Treuenadel für 40-jährige Mitgliedschaft bedacht. Da Peter Martin noch in keinem anderen Verein tätig war, bekam er natürlich auch einen Ehrenpreis für 25-jährige Mitgliedschaft beim SC Paimar. Max van gen Hassend wurde für 50 Mannschaftseinsätze geehrt. Paul Keppner und Holger Kuhn sind da schon etwas weiter, sie brachten es auf 150 Einsätze. Ein ganz herzlicher Dank ging an diesem Abend nach Plankstadt an Dr. Andreas Gabel, der bereits sein 250. Spiel für Paimar bestritt und in den vergangenen 20 Jahren lediglich bei zwei Mannschaftskämpfen fehlte. Bei der anschließenden Diskussionsrunde war man sich einig, dass auch die kommende Vereinsmeisterschaft nach dem Keizer-System ausgetragen werden soll. Der SC Paimar wäre aber nicht er selbst, wenn er nicht einige kleinere Veränderungen an diesem Spielsystem vornehmen würde. In erster Linie sollten die anwesenden Spieler etwas mehr durch Punkte belohnt werden und des weiteren sollte die Punktevergabe leichter nachvollziehbar gestaltet werden. Eine lebhafte Diskussion kam zustande, als die Mitglieder erfuhren, dass man das Tandemschach noch schärfer spielen kann, als es in Paimar schon seit Jahren praktiziert wird. Darüber gingen zwar die Meinungen etwas auseinander, aber schließlich einigte man sich darauf, dass man es durchaus mal mit der schärferen Variante testen sollte.Da am 9. Oktober bereits die erste Mannschaftsrunde auf dem Programm steht, gilt es keine Zeit zu verlieren und darum wird am jetzigen Freitag bereits mit der ersten Runde der Vereinsmeisterschaft begonnen. Die Teilnehmer sollten sich bis 20.15 Uhr im Schulhaus eingefunden haben.
04.Sept.: Die Sommerpause des Paimarer Schachclubs ist beendet. Am jetzigen Freitag wird mit der Jahreshauptversammlung die neue Saison eingeläutet. Diese Sitzung wird allerdings in diesem Jahr etwas anders ablaufen wie gewohnt. Alle Mitglieder des SC Paimar sind vor Beginn der Sitzung zu einem festlichen Meisterschaftsbuffet eingeladen. Grund hierfür ist die Erringung der Bereichsligameisterschaft der ersten Mannschaft in der abgelaufenen Saison. Und diese Leistung soll jetzt gebührend gefeiert werden. Die Mitglieder werden allerdings gebeten, pünktlich um 19 Uhr im Schulhaus anwesend zu sein. Im Anschluß daran findet dann die Jahreshauptversammlung mit diversen Berichten, Ehrungen und Neuwahlen statt. Filmische Highlights aus der Schachwelt werden für weitere Auflockerung an diesem Abend sorgen.
Karl Kuhn, Grünsfeld